Von Tag zu Tag

 

 

Für ein Schiff ohne Hafen ist kein Wind der richtige

 

 

 

Eindrücke

Vom hohen Felsen blickt herab der Aar
in diese bitterkalte Winterzeit.
Stell mir im Geist die Zeit der Liebe dar,
doch sie ist fort,ach, so unendlich weit.

Der graue Himmel liegt auf mir, der Hauch
von Eis und Schnee am dunklen Waldessaum.
Fühl jetzt den Hunger tif in meinem Bauch
und Träume fliehn zum dichten Wolkenschaum.

Nur Stille herrscht in dieser weissen Welt,
kein Falter flirrt und die Vögel schweigen.
Bald legt die Nacht sich auf das Himmelszelt,
wenn Zweige sich schwer zur Erde neigen.

Urheberrecht Gilbert 2011








Ein Rat

Nie frag ich nach dem Glanz, er wird im Trüben stehn.
Mich reizt nicht grosse Pracht, sie kann so schnell vergehn.
Was nützt das Wissen mir? Es ist doch alles Dunst.
Die Lieb´  allein schafft es, sie birgt des Lebens Kunst.
Die Lüste sind fürwahr, nichts als ein rascher Traum
und Schönheit ist wie Schnee, sie endet meist im Schaum.

Was bleibt ist Hoffnung nur, sie füllt der Menschen Herz,
dass alles Leid verweht, bald endet jeder Schmerz.
Und du verstehen lernst, allein bist du nichts wert,
wenn du nicht Liebe gibst, bleibt alles Glück verwehrt.
Schenk sie dem Nächsten doch, sie kehrt zurück zu dir,
Nicht nur im nächt´gen Traum, nein, auch im Dasein hier.

Urheberrecht Gilbert 2011







Erdgedanken

Die Erd ist eine Scheibe, wurd´gesagt,
da möcht ich ihre scharfen Ränder sehn.
Hab mich ja nie an ihren Rand gewagt,
dorthin, wo scharfe, harte Winde wehn.

Was säh´ ich dort, den Hohn der Einsamkeit?
Den Daseinsraum ewig stummer Wesen?
Die Sternenschar, so Hemisphären weit
und den Mond, von dem die Kinder lesen.

Rund ist sie, schwebt als Kugel durch den Raum.
Sie hält uns fest an sich gedrückt und wahrt,
dass wir nie überschreiten diesen Saum,
welch guter Schutz für den, der glaubt und harrt.

Urherrecht Gilbert 2001








Verlorenes Standbild

Nur noch am falschen Gold erglänzen deine Augen.
Du bist geheime Sphinx im Untergehn.
Die Traurigkeit der Dinge, die dich allsel
ts trafen,
sie hüllten deine Seele bergend ein.

In tiefem Schmerz zerbrechen leidenschaftlich Degen
und Pollen schwingen sich in Dunkelheit.
Die Schatten, die du wirfst, sind von kurzer Dauer,
wie Vordem, ist Heute für dich Ferne.

Willst leben nicht mit dem Geheimnis  dieser Erde,
nichts erregt dich noch und kann dich schrecken.
Unser Leben läuft dahin wie im bitt´ren Kriege,
doch nicht der Hauch von Furcht erschüttert dich.

Bist wie ein trunkener Stern, der aus dem Himmel fiel,
arme Sirene, die das Meer verliess.
Du bist Tempel vor dem Einsturz, suchend nach dem Gott,
falsches Standbild, noch zerbrechlich ragend.

Urheberrecht Gilbert 2011








Entfernte Freundin

Entfernte Freundin, einst mit dir vereint,
im dunklen Raum mir jetzt die Seele weint.
Sehne mich zur Fern´ , möcht Liebe trinken,
wenn Mond und Stern am Himmel blinken.

In der du lebst, traurig um mich weinend,
vor Tränen blass und heimlich weinend.
Da beug ich mich, o, sähst du wirklich mich
zur Erde hin, denke still an dich.

Ruf dich laut durch jeden Hain und Felder,
trauernd dahin durch alle Wälder.
Und lächelt dir der Mond auch Küsse,
mein Sein entbehret der Genüsse.

Klage so in den verlassnen Gründen,
dass ich dich nimmermehr kann finden.
Gehe durch das Leben, um zu lauschen,
nach dir und deiner Liebe Rauschen.

Urheberrecht Gilbert 2011








Nachtbild

Auf dürrem Laube dehnt sich aus die Heide
im graugetrübten Nebelschleier. Schwer

verharrt er in der  in der lauen Luft: Wie sehr
empfind ich  zitternd ihn als kalte Seide.

Am Firmament seh ich die Sterne blinken,

sie schmücken golden mir das schwere Tuch.
Als klagten Geister dorten und wie durch Fluch
fühl ich voll Gram die Lebensgeister sinken.

Ein Wind weht auf, das schwarze Moor empfängt

das Labsal, durstig, so wie die vergangnen
Träume, nach denen sich die Menschheit drängt.

So stirbt ein Bild, das man des nachts gemacht,
das fragil war, wie Nebel, dem verhangnen
und das uns nur in Nächten zugedacht..

Urheberrecht Gibert 2011








Nacht im Walde

Weich scheint durch Äste der bleiche Mond
zurück auf Tages Neige.
nächtge Stille ist mir ungewohnt,
es schweigen alle Zweige.

Der Weiher ruht, Glühwürmchen flimmert,
verführt mich je zum Träumen.
Im Teich das sanfte Mondlicht schimmert,

der Wind weht in den Bäumen.

Urherrecht Gilbert 2011








Blick in den Morgen

Zuend die Nacht, langsam wird es Morgen,
längst weicht der Mond dem neuen Morgenrot,
im rötlich reinen Sonnenlicht geborgen.

Welch erhabner Traum ziert diesen Raum aus Licht,
Vögel fliegen hin im ruhgen Atem
der Natur, in unsres Gottes Angesicht.

Azur des Himmels scheint mir wie Friedensblau,

Ruhe dehnt sich aus auf stille, weite Flur.
Endlich frei, entflieht der Tag dem Morgentau.

Urheberrecht Gilbert 2011




















 



 


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