Uferlos






Hast du was, so teile mir´s mit, und ich zahle, was recht ist;
bist du etwas, o dann tauschen die Seelen wir aus.











Traumbilder

Nachts erschaust du sie voll Wonne,
Bilder voller Lieblichkeit.
Fühlst auch fernab aller Sonne,
wie die Wärme dich befreit.

Zeigen dir in Traumes Reichen,
was dein Sinnen hat bewegt.
Und sie werden auch nicht weichen,
bis du sanft das Aug aufschlägst.

Sind für immer dann verloren,
nimmer holst du sie zurück.
Werden einmal nur geboren,
schenken dir ein kurzes Glück.


© by Gilbert 2004








Kindesglück

Wie ist es schön, so leicht an dich gelehnt,
lauschend deinen Worten, deiner Seele.
Wenn du, wie stets, den Arm um mich gelegt,
dich sorgtest, dass auch nichts mich quäle.

Still ist der Abend, leuchtend voller Glut,
du lächelst still, zu meinem Wohligsein.
Und in dem Glück, gedacht ich voller Mut,
immer brav, dein liebstes Kind zu sein.

Ein blondes Haar, es wehte dir zur Stirn,
ein Hauch des Windes, der es leis bewegt.
Von droben weit, da leuchtet das Gestirn,
Mondes Licht, das sich zu uns gelegt.

Es ist schon spät, du trägst so leis mich fort
mit einem Lied, das beide Lider schwert.
Zum Bette hin, zu jenem nächtgen Hort,
wo wir träumen, selig, Herz an Herz.

© by Gilbert 2004








Elfenreigen

Schaue verzückt in eine nächt´ge Welt,
denn hab dergleichen nie gesehen.
Im Mondenschein erhellt sich das Gezelt,
im Walde sanfte Winde wehen.

Zur Lichtung gehet mein gebannter Blick,
dorthin, wo süße Elfen schweben.
Sie drehn sich leicht, mit duftigem Geschick,
die stille Nacht nur läßt sie leben.

Ja, auch die Blumen sind jetzt aufgewacht
und schaukeln sanft zu Sphärenklängen.
Ihr süßer Duft erfüllt die ganze Nacht,
mir ist, als ob da Englein sängen.

Doch das Glück, es kann nicht ewig währen,
hör von fern die tiefe Kirchturmuhr.
Und im Weh und unter herben Zähren
bleibt mir Wald und diese Lichtung nur.

©: by Gilbert 2004








Blätter

Im Licht der Sonne fallen Blätter
schwebend leicht zur Erde nieder.
Da naht kein Helfer und kein Retter,
was da war, es kehrt nicht wieder.

Sie blüten grün für lange Zeiten,
erfreuten vieler Menschen Herz.
Nun müssen sie dem Winter weichen
und ich empfinde großen Schmerz.

So bunt und zart an ihren Zweigen,
leis lispelnd und so wunderschön,
belebten sie der Schöpfung Reigen:
Nun heißt´s verwehen und vergehn.

Doch auch, wenn sie zu Humus werden,
verleihn sie Schöpfung einen Sinn.
Sie schenken Saft und Kraft der Erden,
bis sie dann wieder Blätter sind.

© by Gilbert 2004










Danke

Aus deinen Worten strömet uns Erkennen,
dass du uns magst und gerne bei uns lebst.
wie´s mich erfreut, ich kann es gar nicht nennen,
weil mir vor Freud das ganze Herz erbebt.

Wie du uns liebst, mit deinem ganzen Herzen
und diesen Ort zum trauten Heim erwählst,
so woll´n auch wir nur Sonnenschein dir geben
nun alles Glück, das hier auf Erden zählt.

Wir nehmen gerne dich in unsre Arme
und teilen mit dir Traum und Wirklichkeit.
Führen dich hin zur Sonne und in warme,
unendlich schöne, ew´ge Seligkeit.

©: by Gilbert 2004








Worte

Weich und lieblich, zärtlich leise
klingen Worte in dein Herz.
Führen dich in stiller Weise
in die Welten ohne Schmerz.

Bringen sanft dein Sein zur Ruhe,
hüllen dich in Freude ein.
Schauest du in Schicksals Truhe,
leuchtet dir der Sonnenschein.

Selig gehst du durch das Leben,
heiter durch die bunte Au.
Wenn ein Lied die Vögel weben,
strahlet dir der Morgentau.

©: by Gilbert 2004










La Paloma

Flieg, o Taube, hin zu Meeren,
zu deiner Träume stetem Ziel.
Lass dein Sehnen sich vermehren,
wenn deiner Hoffnung Kraft verfiel.

Schau hinunter zu den Wogen,
zu der Gischt, die sie versprühen.
Und du wirst die Mächte loben,
welche Schönheit ließen sprühen.

Lass dich von den Wellen tragen
zu zauberhaften Stränden hin.
Immer, wenn du willst verzagen,
hast diese Schönheit du im Sinn.

Schweb dahin in ferne Weiten,
dass dir der Sehnsucht Ziel dir blinkt.
Wir sind alle hier auf Reisen,
bis unsres Lebens Stern versinkt.

© by Gilbert 2004










Schneeflöckchen

Es schwebt so leise in die Tiefe
ins stille weißverschneite Tal.
Mir ist, als ob es sehnend riefe:
ich komm zu dir von Mal zu Mal.

Legt sich so kalt auf meine Wange
und schmilzt da weinend vor sich hin.
Ich fühl die Feuchte dann noch lange.
behalte sie in meinem Sinn..

Das Kalte muss zu Wärme werden,
das Warme neigt der Kälte zu.
Und alles, was da lebt auf Erden,
wird mal vergehn und findet Ruh.

© by Gilbert 2004









Das Mädchen mit den Streichhölzern

Es sitzt so still im kalten Hauseingang,
die Glieder starr, die Füßchen tief im Schnee.
Die Blicke stumpf und hohl die bleiche Wang,
es tut mir weh, wenn ich vorübergeh.

Alles Essen,das man ihr gegeben,
ist längst verzehrt, der Hunger trieb es ein.
Nur die Schwefelhölzchen zeigen Leben,
wenn es sie reibt, in tiefer Traurigkeit.

Weht ein Lächeln über sein Gesichtchen
als dächt es an glücklichere Tage.
Da es spielte mit den hübschen Püppchen
frei von jeder Not und aller Plage.

Morgens sitzt es leblos auf den Stufen,
das letztes Streichholz kohlt in seiner Hand.
Lichter Engel hatte es gerufen,
gerissen nun aus des Geschickes Band.

© by Gilbert 2004









Mondnacht

Ich seh ein Pferdlein traben
in blauer Nacht dahin.
Will nicht am Mond sich laben,
zur Ferne geht sein Sinn.

Der Mond in seiner Bleiche
schaut ihm verdossen nach.
Das Nachtlicht, ach, das weiche,
es dunkelt, nach und nach.

Möcht mit dem Pferde reisen,
ins goldne Tageslicht.
Kann es den Weg mir weisen?
Das Nachtlicht freut mich nicht.

© by Gilbert 2004







Waldesrauschen

Hast du es vernommen,
was der Wald verspricht?
Schwebt so ganz versonnen,
hin im Mondenlicht.

Wie ein Flüstern schwingt nun
es von Blatt zu Blatt.
Und all sein leises Tun
weckt mir Neugier fast.

Ach, so steh ich träumend
auf des Waldes Flur.
Und erblicke säumend,
Sterneleuchten nur.

Noch lange hält es mich
und mein Ohr, es lauscht.
Ich nehm es wahr für dich,
was der Wald sich rauscht.

© Gilbert








 

Im Abendlicht

Nun geht ein langer Tag zu Ende
und mich umhüllt die dunkle Nacht.
Lass stille ruhn jetzt meine Hände,
Gedanken kommen mir ganz sacht.

Hab ich nur mich allein gesehen,
war all mein Denken ganz bei mir?
Wollt ich vielleicht für mich nur gehen,
vorbei an meines Nächsten Tür?

Gab ich Trost an den, der stille litt,
sah ich die Qual und seinen Schmerz?
Ach, ich ließ ihn ganz allein damit
und schonte so mein kaltes Herz.

Denke ich oft in meinen Sinnen,
kann mich nicht um alles sorgen?
Alles, was ich so könnt beginnen,
schieb ich es nicht gern auf morgen?

Ich muß wohl endlich besser werden,
meinen Part im Leben spielen.
Damit es besser wird auf Erden,
alles kommt zu neuen Zielen.

Nun wird die finstre Nacht doch lichter
und Mondlicht legt sich zu mir hin.
Ich schau hinauf zum großen Richter,
fühle des Ganzen tiefen Sinn.

© by Gilbert 2004



 

 

 

 

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