Traumgedanken









Gewitter

 Bleiernd schwere Wolken ziehen
über´s weite Himmelszelt.
Mensch und Tiere wollen fliehen
fort in die geschützte Welt.

 Ein greller Blitz zuckt durch die Luft,
lichtet kurz den dunklen Tag.
Und in des Waldes trock´nen Duft
dringt der erste Donnerschlag.

 Prasselnd fällt dann Regen nieder,
alles Leben atmet tief.
Kühle weckt die müden Glieder,
wach ist der, der jetzt noch schlief.

 Es kracht und hellt in einem fort,
zeigt die Kräfte der Natur.
Verlassen liegt der kleine Ort,
zeigt ein banges Hoffen nur.

 Dann endlich läßt der Regen nach,
lichter wird es am Gezelt.
Und ein gelabter neuer Tag
legt sich auf die bunte Welt.

 © by Gilbert 2005








Labung

Aus den Wassern Nebel steigen
legen sich auf Wald und See.
Regennasse Zweige neigen
sich zu Wegen und zum Steg.

So durstig harrte die Natur
auf des Schauers kühles Nass.
Denn eine kurze Frist war´s nur
bis alles wurde fahl und blass.

Nach den schönen Sonnentagen
stöhnen müde Mensch und Tier.
Niemand will mehr raus sich wagen,
keiner geht mehr vor die Tür.

Leuchtend spannt der Regenbogen
sich am hohen Himmelszelt.
Und die weißen Wolken zogen
langsam über uns´re Welt.

© by Gilbert 2005








Lichte Welten

In lichten Welten liegt ein Glück,
das so tief das Herz bewegt.
Wenn so oft auch das Geschick
dir manche Trauer auferlegt.

Dann fühlst in warmer Sonne du,
das stille Wirken der Natur.
Der Vogel ruft ein Lied dir zu
und alles ist dann Freude nur.

Licht zu sein sei unser Streben,
und Helfer auch in schwerer Zeit.
Dann ist Frieden unser Leben
im Licht und in der Dunkelheit.

© by Gilbert 2005








Wanderer

Müde geht der Wand´rer
den langen Weg dahin.
Hat so wie kein And´rer
nur das Ziel im Sinn.

Durfte so viel sehen,
hat manch Gespräch geführt.
Oft ist das geschehen,
was zu Tränen rührt.

Alle sind wir Wand´rer
dahin durch Raum und Zeit.
Fühlen wie kein And´rer
des Lebens Wirklichkeit.

© by Gilbert 2005








Zur Nacht

Schließe deine Äuglein beide,
singe dir ein Abendlied.
Und der gute Mond, er scheine,
der dich aus den Himmeln sieht.

Spricht mit ruhiger Gebärde
die Geschichten dieser Welt.
Vom Vergehen und vom Werde
und vom Stern am Himmelszelt.

© by Gilbert 2005








Engel

Bleibt um mich so sanft und leise,
schützt mich lieb mit eurer Macht.
Dass ich keinen Schade leide
in den Träumen dieser Nacht.

Singet mir die schönsten Lieder
von den Elfen und den Feen.
Wenn ich schließe meine Lider,
werd ich zum Paradiese sehn.

Wenn dann graut der frühe Morgen
flieget wieder fort zu Höhn.
Von neuen Ufern kommen Sorgen,
wenn eure Stimmen still verwehn.

© by Gilbert 2005








Mein guter Baum

Ich lehn am Baum und sage leis:
Solche Nacht wirds nimmer geben.
Er legt den Zweig um mich ganz leis:
Wirst bald ohne Bäume leben.

Denn ist der letzte Baum erst tot
ist der letzte Quell verschlossen,
dann naht das letzte Abendrot,
ohne Licht und ohne Hoffen.

Spür an der Rinde salz´ge Tränen,
das Harz umgibt mein traurig Herz.
Die Furchen zeigen all sein Wähnen,
das schwand, im Kummer und im Schmerz.

© by Gilbert 2005


 



Das Meer

Es braust das Meer, der Sturm, er bläst,
da seh ich dich, so unbewegt,
an uns´rem Strande liegen.

Lief hin zu dir und trug dich fort
zu einem glücklich schönen Ort,
um stille dort zu träumen.

Von Welten voller Seligkeit,
und Tagen voller Traurigkeit
zum Wellenschlag des Meeres.

© by Gilbert 2005






Auf meiner Insel

Gehe leicht hinab zum Strande
durch den weißen Sand dahin.
Mich auszuruhn an Meeres Rande
ist mein Streben und mein Sinn.

Es ist so warm, kein Lüftchen weht,
Palmen träumen sanft und stille.
Die See zeigt sich mir kaum bewegt
und eher leis ist auch mein Wille.

Die Hängematte nimmt mich auf,
schwebt so leicht im Sonnenlichte.
Vernehme nur der Wellen Laut
als ich mich niederleg und dichte.

© by Gilbert 2005







Herbsthoffnung

Bald wird die Natur erstrahlen
in einem bunten Farbenheer.
Wird in glühend frohen Farben
das Aug erfreuen, mehr und mehr.

Luftge Winde werden wehen
und der Blumen Köpfchen heben.
Von dem Haupt bis zu den Zehen
werden wir den Glanz erleben.

Mag die Sonne uns dann scheinen,
wärmend über Wald und Feld.
Nachthauch wird uns dann vereinen
unterm Mond und Sternenzelt.

© by Gilbert 2005






Herbstnacht

Still ist die Lieb in mir erwacht
in einer lauen Herbstesnacht.
Und im Lispeln bunten Laubes
leb ich das Schöne meines Traumes.

Fühl das Herz in seinem Beben,
will mich ganz mit Glück beleben.
In dem Glanze goldner Sterne
geht mein Sehnen in die Ferne.

Wo das holde Liebchen lebt,
genau wie ich Gedanken webt.
Reiche dem Mond das Brieflein hin,
dass er´s ihr bringe, ganz geschwind.

Er lächelt leise in die Nacht,
hat schon so oft das Glück gebracht.
Macht ihm Freud, er tut es gerne
und zärtlich lächeln auch die Sterne.

© by Gilbert 2005



Datenschutzerklärung
Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!