Tausendschön





 

 

Das Größte und Wunderbarste ist das Einfachste

Wather Rathenau








Wohltat der Natur

Aus fernen Sphären scheint herab zu uns die Sonne,
sie teilt ihr weites Reich mit Mond und Sternen.
Die Menschen ziehen aus dem Lichterbronne,
Juwelen wohl in Form von Lebenskernen.

Vom Morgen- bis zum Abendlande gehen
der Wolken flockig weiche Wattebäusche
am Himmel lang und folgen jenem Wehen,
das sanft sie treibt mit flüsterndem Geräusche.

Zusammen mögen sie den Blick verblenden,
da kann die gleißend helle Weltenkrone
uns Energie und alle Wärme spenden,
mich reizt der Duft von Kirsche und Zitrone.

Urheberrecht Gilbert 2010







Erinnerung

Denkst du noch an das schöne Bildnis dessen,
der dunkelrote Rosen kühn gepflückt.
Der über Kummer hat den Tag vergessen,
dem immer seltner nur ein Wurf geglückt?

Der nach dem Teiche sich zur Ruhe wandte,
trieb ihn das Vogelrufen erdenweit?
Saß träumend dann an jenes Wassers Kante.
still lauschend in die tiefe Heimlichkeit.

Und von der Fläche moosbegrünter Steine
verläßt ein Schwan den kühlen Wasserfall.
Er legte in des Kindes Hand, die kleine,
so schmeichelnd liebevoll den schlanken Hals.

Urherrecht Gilbert 2010









Novembergedanken

O wie traurig dieses Wetter,
das der November mir beschert.
Nimmer tanzen mehr die Blätter,
ganz windbewegt und ungestört.

Auf dem Dach die Regentropfen,
sie sind der Wolken Himmelstau.
Lass sie tropfen, lass sie klopfen,

stets blank und glänzend, trüb und grau.

Möchte nur im Trocknen hausen,
in meinem Heim in stiller Ruh.
Lächelnd lauschen diesem Grausen,
an allen Tagen, immerzu.

Urheberrecht Gilbert 2010








Schlaf

Ergeb mich still dem sanften Schlaf.
Der Hund kommt leise um die Ecke,
lässt aus dem Mund die weisse Decke,
wohlig knurrend, weiss, er darf.

Ganz langsam tappst er auf mich zu,
nehm ihn wärmend in die Arme.
Fühle das Drängen, endlos warme,

sein kleines Herz kommt nun zur Ruh.

Noch lang sind wir am ruh´gen Ort,
wo uns´re Bilder Schatten hatten.
Auf grünen Wiesen klingt ein Wort,

wir sehen und zu duft´gen Matten.
Es gibt kein Leid mehr- es ist fort

und aus dem Teichegtreten Schatten.

Urheberrecht Gilbert 2010


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Flöckchentreiben

Sanft fällt der Schnee auf meine Haut,
lässt mich kalt den Winter spüren.
Still wirkt die Nacht, ohn´  jeden Laut,
bin allein mit meinem Frieren
.

Hör von ferne Weihnachtslieder,
heben Herzen auf zu Sternen.
Lächelnd scheint der Mond hernieder
aus unendlich weiten Fernen.

Bind mir den woll´nen Schal ganz fest,
denn das Treiben will nicht weichen.
Es gibt wohl keinenOrt, kein Nest,
den die Flöckchen nicht erreichen.

Urheberrecht Gilbert 2010








Erwartung lebt

Das Laub ist gefallen, das Korn ist geschnitten,
die farbreichen Tage des Herbstes sind um.
Lang sind die Nächte, die Tage verbitten
sich Wärme und Glanz und die Vögel sind stumm.

Die Menschen weilen in Häusern mit Kerzen,
sie singeen voll Hoffnung vom kommenden Glück.
Kraftlos die Sonne, doch offen die Herzen,
erfüllt sich die Sehnsucht, denn Christ kommt zurück.

Urherrecht Gilbert 2010









Jahresende

Du altes Jahr, eilst mit Macht dem Ende zu,
immer schneller kommt sie, die Sehnsucht nach der Ruh.
In schweigendem und endlichem Vergehen,
ich aber eile, will das Rot ersehen
des neuen Morgens, wandre dir weit voraus:
Vergiss das alte Jahr, lösch es einfach aus.
Es hat sich überlebt und auch sehr befleckt

mit trüber Müdigkeit, auch von Schmerz bedeckt.
Es siecht dahin und stirbt, doch ich selbst vermag,

neu zu erstehn! Wie du, heller, reiner Tag.

Urheberrecht Gilbert 2011















 

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