Stimmen meiner Seele









Am Morgen

Im kahlen Haine träumen Bäume
von einer blütenreichen Zeit.
Dass füllen sich die kalten Räume
mit Zauber und mit Seligkeit.

Stille liegt auf allen Wegen,
kein Zwitschern, Tönen klingt mir nach.
Aus meinem Herzen strömt ein Sehnen
nach einem bunten Frühlingstag.

© by Gilbert 2006











Gedanken

Manches Mal zu später Stunde
sitz ich ganz still und denke nach.
Vernehme dann des Herzens Kunde,
dass ich geirrt so manches mal.

Hab mir ein andres Glück erwählt
in meiner eignen Lebenszeit.
Doch hat das Pech sich mir vermählt,
für das Glück war es zu weit.

Nun, zu meinem Lebensabend
leuchtet mir ein stetes Glück.
Mich an neuen Dingen labend
leg ich meinen Weg zurück.

Finde nun in naher Ferne
alles Lebens Freundlichkeit.
Gehen werd ich froh und gerne
in eine neue Seligkeit.

© by Gilbert 2006









Ein Augenblick

Ein kleines Mädchen, hold und lieblich
bettet sein Puppenkind zur Ruh.
Im bleichen Licht des Mondes sitz ich,
hör still der zarten Stimme zu.

Kenn keine schönre Einschlafweise
als süße Kinderverselein.
Sie schläfern erst die Sorgen leise
und dann mein ganzes Denken ein.

© by Gilbert 2006









Saxophon

Das kleine Saxophon
es lächelt oft vor Glück.
Verschenkt so manchen Ton
zu jeglichem Geschick.

Wenn sanft sein Ton zerrinnt,
leis in Mondes Schimmer,
stets mir ins Auge dringt
einer Träne Glimmer.

© by Gilbert 2006









An Tages Neige

Ein guter Tag verliert sein Licht,
an dem ich froh und glücklich war.
Ob es so bleibt, ich weiß es nicht,
gehe mit Hoffnung durch das Jahr.

Wer ist schon mit dem Glück vermählt
in dieser Welt für lange Zeit.
Drum hab ich jeden Tag gezählt,
da du mir schenktest Zärtlichkeit.

Denn alles das, was wirklich zählt
und nicht zur Wiege wird gelegt,
das, was das Schicksal uns erwählt
hab ich mit dir zurückgelegt.

© by Gilbert 2006









Aufbruch

Dunkle Zeiten, Regentage,
sind vergangen vom Gezelt.
Von den Himmeln leuchtet vage
ein Regenbogen in die Welt.

Nun wird bald die Sonne scheinen,
ein neuer Geist weckt Wald und Flur.
Uns Menschen wird die Liebe einen,
wenn wirkt und blühet die Natur.

Alle atmen nun gelassen-
beim langsamen Spazierengehn-
Düfte ein, die sie umfassen
und dann im Winde leicht verwehn.

Bäume auch, die breit sich dehnend
mir fast ganz das Haus bedecken.
Zeugen nun, von Säften tränend,
Blüten, welche Träume wecken.

© by Gilbert 2006









Sonett über das Meer

Hörst du das Meer so fern
rauschen und grollen?
Träum von Wellen so gern,
wenn sie verrollen.

Ganz gewaltig und hehr
in seinem Toben.
Tief aufgewühlt und schwer,
in düstren Roben.

Schau nur diese See,
die vergehet und wächst,
uns erniedrigt und schwächt.

Bist du ihr entronnen,
dann hast du gewonnen,
erkenn es und geh.

© by Gilbert 2006










Morgenphantasie

Ein tiefes und freudges Erkennen
gebiert mir ein schmerzliches Brennen
und weckt mich aus edlichem Traum.
Von grünen Blättern mir singen,
aus vielen Kehlen erklingen,
der Vögel Lieder vom Baum.

Das stete Geflüster der Blätter
erfühl ich als nahe der Retter,
der mich führt in sonniges Licht.
Der Wind will leis mich umfächeln,
nehm wahr es mit einem Lächeln
und halt in die Höh mein Gesicht.

Meine Liebe will sich erheben,
ja, möchte durch Räume hinschweben
und bleibt doch für immer mir treu.
So denk ich in all dem Singen,
will mich ins Leben nun schwingen,
unbändig und ohn alle Scheu.

© by Gilbert 2006








In dunkler Nacht

Wie die Perlen einer Kette
zieht mir vorüber jeder Tag.
Zeigt mir, was ich gerne hätte
und was ich doch so liebend mag.

Um mich herum ist schwarze Nacht,
leis und ruhig liegt die Welt.
Der gute Mond nur hält die Wacht
im Kreis der Sterne am Gezelt.

Endlich kann der Geist erschlaffen,
denn alles Laute hat nun Ruh.
Zu Ende ist bald alles Raffen,
es bleibt nur Hoffen, immerzu.

Fühle mich ganz leicht entschweben
in die Reiche bunter Träume.
Wo die Elfen Kränze weben,
tief im Schatten dunkler Bäume.

© by Gilbert 2006









Hundeliebe

Sanft und zärtlich ist die Liebe,
die da in den Hündchen lebt.
Spür´n im Frühling diese Triebe,
wenn da alles wirkt und strebt.

Sind im Herzen tief verbunden,
stes im Einklang der Natur.
Haben morgens sich gefunden,
abends war es Freude pur.

Ist ein Schlecken und ein Kosen
und vorbei ist aller Schmerz.
Leg ins Kistchen rote Rosen,
soll´n erfreuen euer Herz.

© by Gilbert 2006









Felsen im Meer

Seh die steilen Felsen liegen
in dem goldnen Abendlicht.
Ein Regenbogen will sich schmiegen
hin zu ihnen, dicht an dicht..

Einst, da waren sie zusammen,
Felsenblock im blauen Meer.
Ein Tsunami tat sie rammen
voller Kraft und unheilschwer.

Müssen nun getrennt hier leben
in dem sturmdurchbrausten Meer.
Spür im Innern all ihr Sehnen
und das Herze wird mir schwer.

© by Gilbert 2006




 

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