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An Tages Neige

Fortan will ich nun müde ruhen,
der Tag vergeht, es dunkelt schon.
Nun klinget mir aus nächtgen Gründen
ein leichtig schwebend, süsser Ton.

Im Traum nur will ich Klängen lauschen,
sie rühren mir mein stilles Herz.
Wo ist das Wort, das Sinne rührte,
vergessen lässt mich jeden Schmerz.

Jedoch denk ich an künftge Zeiten
und weiss, vorbei ist alles Tun.
Denn jetzt sitz ich an Traumes Strasse,
um endlich friedlich auszuruhn.

Sanft lächelnd steht der Mond am Himmel,
die müden Wolken stehen schwer.
Des Tages Laute sind erloschen,
ich fühle keine Zeiten mehr.

© Gilbert 2009









An einem Maientag

Da gehn sie stille, Arm in Arm,
so liebend schön und fürderlich.
In ihren Herzen wird es warm,
beschwörte Lieb für ewiglich.
Hoffnung ins Gesicht geschrieben.
Die Treu soll gelten immerdar.
Weißt du noch, wie wirs beschrieben,
es war an einem Maientag.

Und wieder hüllet die Natur
so hell die weite Erde ein.
Doch man sieht den einen nur,
ist ganz verlassen und allein.
Denn unter mächtgem Baumgeweih
liegt ein stilles Grab verborgen.
Es war an jenem lichten Mai,
da alles blühte ohne Sorgen.

Gilbert 2009










Auch ein Trost

Um das vergangne Glück mußt du dich nicht sorgen,
blind für die Zukunft macht dich Vergangenheit;
denk an gestern nicht, schau freudig in den Morgen:
ewig lebt dein Geist und schnell vergeht die Zeit.

Schwerer wird der Kopf, das Knie versagt im Gehen.
Fühlst, daß diesem Bau nun das Vergehen droht
von des Alltags Last- Tor, lass ihn doch verwehen:
ewig lebt dein Geist und rasch vergeht die Not.

Viel geschieht, das Schicksal kehrt mit großem Besen,
der Nam´ erlischt, auch Ehr´, wenn sie einst gedieh.
Doch die Liebe nicht, sofern sie tief gewesen:
ewig lebt dein Geist und nie vergißt er sie.

© Gilbert 2009








Verlorenes Standbild

Nur noch am falschen Gold erglänzen deine Augen.
Du bist geheime Sphinx im Untergehn.
Die Traurigkeit der Dinge, die dich allseits trafen,

sie hüllten deine Seele bergend ein.

In tiefem Schmerz zerbrechen leidenschaftlich Degen
und Pollen schwingen sich in Dunkelheit.
Die Schatten, die du wirfst, sind von kurzer Dauer,
wie Vordem, ist heute für dich Ferne.

Willst leben nicht mit dem Geheimnis dieser Erde,
nichts erregt dich noch und kann dich schrecken.
Unser Leben läuft dahin wie im bittren Kriege,

doch nicht der Hauch von Furcht erschüttert dich.

Bist wie ein trunkener Stern, der aus dem Himmel fiel,
arme Sirene, die das Meer verliess.
Du bist Tempel vor dem Einsturz, suchend nach dem Gott,
falsches Standbild, noch zerbrechlich ragend.

Urheberrecht Gilbert 2011











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