In der Stille



 

Verzeihen können ist die wahre Tugend der Tapferen

Mahatma Gandhi







Liebesklänge

Lass sie schweben, lass sie fliehen
auf den Winden hin zum Herz.
Soll´n dich hegen, dich umziehen
mit der tiefen Liebe Schmerz.

Mögen ziehen. lieblich klingen
durch die dunkle, stille Nacht.
Dann bist du, wenn Engel singen,
nie mehr um den Schlaf gebracht.

Wollen bleiben, still und leise,
treulich dir zur Seite stehn.
Lassen so in zarter Weise
allen Schmerz und Leid vergehn.

© Gilbert 2005









Winterruhe

In kaltem Schauer ruht die Welt,
Schnee liegt schwer auf Busch und Bäumen.
Kein Vogel fliegt mehr am Gezelt,
auch die Tanne scheint zu träumen.

Da lob ich mir das warme Zimmer,
wo so wohlig ich kann leben.
Wenn ganz hell mit rotem Schimmer
Flämmchen ihre Bilder weben.

Und die Gedanken ziehen still
an dem inneren Aug´ vorbei.
Doch wenn ich sie ergründen will,
sind sie schon fort und gehn entzwei.

Nur scheinbar lebt die Ruhe hier,
niemals ruhen Wald und Flur.
Nach Nahrung sucht im Schnee das Tier:
es waren Augenblicke nur.

© Gilbert 2005









Falterliebe

Ein Falter flog zur Blüte,
ihr seine Lieb zu sagen,
doch wie er sich auch mühte,
er tat umsonst sich plagen.

Dann schmollte er im Haine,
Konnt sich nicht ein mehr kriegen.
Als dann die Nacht kam leise,
tat Zuversicht wohl siegen.

Er spannte weit die Flügel aus,
verließ die stille Ruh.
Beflog voll Gier der Blüte Haus,
doch dieses war schon zu.

© Gilbert 2005









Das Flöckchen

Ein Flöckchen legt sich kalt und lang
auf meine linke, heiße Wang
und muss alsbald vergehen.

Es war sein Leben kurz und rein,
konnt nicht lang auf Erden sein,
nur kurz mal um zu sehen.

Doch als es schneit, so weiß und dick,
da hab ich´s Flöckchen nur im Blick:
es will zum Abend wehen.

© Gilbert 2005









Im Gedenken

Ich denke ja so oft an dich,
an deine Augen, deinen Blick.
Hör jenen süßen Liebessang,
der tief mir in die Seele drang.

Drum geh ich jetzt so still am Meer
versonnen und gedankenschwer.
Und während laut die Wellen tosen
fühl ich die Lippen und dein Kosen.

In den Lüften ist ein Klingen,
will von deiner Liebe singen.
Bis eine salzge Träne weint
sich leis herab im Mondenschein.

Solltest du einst von mir gehen,
wird ein kalter Wind mir wehen.
Im Herzen wirst du weiter leben,
sanft durch meine Träume schweben.

© Gilbert 2005









Mond und Sterne

Mein Sehnen geht zu ihm, dem Fernen,
der groß und rund am fernen Himmel steht.
Umrahmt wird von dem Meer an Sternen,
das ewig glänzend, stille mit ihm lebt.

Ein Ziel der Hoffnung und der Träume
sind sie im Einklang stets von Raum und Zeit.
Wirken vertraut mir diese Räume,
denn sie bestehn schon eine Ewigkeit.

Die goldenen Sterne, diese reinen,
hab nie den Wunsch, dass ich sie zähle.
Nicht soll die Sonne mich bescheinen,
wenn nicht den Mond ich mir zum Freund erwähle.

© Gilbert 2005









Heilig Abend

Voll stiller Freude sitz ich hier
und warte auf die Heil´ge Nacht.
Die weltweit sowohl Mensch wie Tier
so nahgeht und so glücklich macht.

Denke an meine Kinderzeit
als diese Nacht die schönste war,
Da waren Aug´ und Herze weit,
vom Himmel strahlten Sterne klar.

Höre noch die schönen Lieder,
die wir unterm Baume sangen,
als, wie in jedem Jahre wieder,
durch die Stadt die Glocken klangen.

© Gilbert 2005










Das Neue Jahr

Still im goldnen Glanz der Sterne
nähert sich das Neue Jahr.
Wie ein Klingen aus der Ferne
nehm ich seinen Ruf nun wahr.

Ich empfange es mit Freuden,
will in seine Augen sehn.
Möchte keinen Tag vergeuden,
soll nun stetig bei mir stehn.

Voll mit Wünschen und Begehren,
mit Gefühl und Zärtlichkeit.
Niemand mehr kann mir verwehren,
dass ich´s lieb mit Innigkeit.

So sei bei mir nun Neues Jahr,
lass mich deinen Atem trinken.
Will mich dir schenken ganz und gar,
treu in deine Arme sinken.

© Gilbert 2005








Kindesleid

Ach, kein Kind ist mehr geborgen
in der eisig kalten Welt.
Wenn schon Kleine haben Sorgen,
wie ist es dann um uns bestellt.

Eingemauert zwischen Steinen,
verhungert gar im engsten Raum.
Seh ihre Augen, hör ihr Weinen,
nur Elternliebe seh ich kaum.

Kleines Gesicht mit großen Blicken,
voller Weh und hoffnungsleer.
Schaun in eine Welt voll Tücken,
atmen Liebe nimmermehr.

Sind nur Last für viele Menschen,
finden kaum Geborgenheit.
Magst du Liebe ihnen schenken,
du erntest Freud und Dankbarkeit.

© Gilbert 2006









Irrende Seele

Seh ein Leuchten schweben
zitternd auf dem See.
Ein zartes Lichtlein eben
in seinem letzten Weh.

Im Nebeldunst verschwindend
droht es zu verwehn.
Mit dem Verlöschen ringend,
um nicht zu vergehn.

Es ist die stille Seele,
die noch was sagen will.
Doch wie in dunkler Höhle
wird´s schließlich leis und still.

© Gilbert 2006









Sanfter Traum

So still ist manche Winternacht,
die ich so leis für mich verbracht
in meinen sanften Träumen.

Hab mir ersehnt der Wärme Licht,
die Sonne, wenn der Tag anbricht
und lächelt in den Räumen.

Dann kam der Traum so leis zu mir,
verschloss des Tages Mühen hier
in meines Schlafes Säumen.

@ Gilbert 2006









Verklärung

Deine Augen gleichen Seeen,
die in Berges Tälern liegen.
Wo die Elfen froh sich drehen
und sich leicht im Tanze wiegen.

So weich und helle ist dein Haar,
das ich es oft und gerne strich,
wenn ich verzaubert ganz und gar
dir nicht mehr von der Seite wich.

Und deine Lippen, die so weich,
gänzlich roten Rosen gleichen.
Sie können jedesmal sogleich
mich zum siebten Himmel reichen.

Möcht deiner lieben Stimme Ton
bis in Ewigkeiten lauschen.
Und losgelöst von Tages Fron
in das Liebesglück eintauchen.

@ Gilbert 2006










 

Datenschutzerklärung
Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!