Erlebtes








Der Sommer naht (Stanze)

Der Sommer kommt nun, voller Licht und Hitze,
dorthin zum Walde drängt uns bald die Glut.
Doch nah beim Busch, am hohen Felsensitze,
erfrischt ein Quell und rührt ein Wort das Blut.
Ein Donner tönt laut, hellt die Welt durch Blitze,
die Höhle wird so schnell zur sichren Hut.
da ist ein lautes Tönen und auch Schmettern,
doch Liebe lebt, auch unter Sturm und Wettern.

© Gilbert 2009









Pfingsten

Es will ein Hauch sich hin zur Seele legen,
der sich verströmt und der mich ehern bannt,
den ich gern fühl, als wär ich ihm verwandt.
Sein Geist, sein Wort wird immer mich bewegen.

In meiner Welt kann Zweifel sich nicht halten,
da du mir Mut ins Herze hast gepflanzt.
Des Glaubens Kraft in deinen Himmel tanzt,
soll niemals mehr in meinem Sinn erkalten.

So sehnsuchtsvoll befolge ich die Weisung
die ich bekam und lege Zeugnis dar
in einer Zeit, da mir Im Herzen war

der Drang nach dir, nach ew´ger Himmelspeisung.
Das Kreuz, das du für alle hast getragen,
der Liebe Glanz wird in die Seelen ragen.

© Gilbert 2009








Natur (Ode)

In tiefer Stille ruhet der Herbsttag aus,
verstummt ist der Gesang und jeder Vogel ruht
vom Flug sich aus und auch die Blumen
lassen müde ihre Kopfchen hängen.

Ganz weit durch Felder geh den Weg ich hinaus,
durch stille Gärten, wo bang den Wartenden
die Saat erblüht und viel der großen
Mühe belohnet die Ernte ihnen.

Vom Himmel scheinet zu den Werktätigen
durch hohe Bäume mild die Sonne herab,
den Jubel teilend, denn es wuchs durch
Schweiss der Menschen allein der Segen nicht.

Und glänzet ihr, o Himmel, auch mir und bläst
auch du mir wieder,, Windhauch,, als wollst schenken
du die Botschaft mir, wie einst und
liegst, wie Seliges,tief und nah mir am Herz.

© Gilbert 2009








Ein Licht

Es scheint ein Licht aus weiter Ferne
so stetig traulich, hell und klar,
hat seinen Platz im Kreis der Sterne,
verbreitet Wohlsein tief und wahr.

Es wirft den Schein auf jene Welten,
die nachts in tiefem Frieden ruhn.
Im Schlaf nur träumen von Gezelten,
die in der Nacht die Arbeit tun.

Es soll uns leuchten alle Zeiten,
uns Traumziel und auch Tröstung sein.
Mag strahlen hin durch große Weiten,
bis weit in unser Herz hinein.

© Gilbert 2009








Hinterm Deich

Sie ruhen still im unbekannten Kreise,
im weiten Land, die Höfe fest umdämmt,
und ihre Gärten sind in gleicher Weise
bereitet und wie Kinder gleich gekämmt

Von jedem Sturm, der sie so hart umzieht
und sie ängstigt mit ewig langem Toben.
Man sitzt im Hause dann allein und sieht
in blinden Scheiben, was auf den Kommoden

an Altem steht. Doch einer von den Söhnen
tritt leise vor das Haus und zeugt ein Tönen
aus der Harmonika wie Träume weich;

so kannte ers aus einem fernen Hafen.
am Deiche formt sich eines von den Schafen
so gross, so dunkelnd auf dem Aussendeich.

© Gilbert 2009








Ein neuer Tag

Voll Freude ahn ich lichtes Blau,
am Horizont, weit in der Ferne.
Noch weht es zwar ein wenig rauh
durch die Nacht im Glanz der Sterne.

Dann ist nun endlich grün die Welt,
zarte Blätter flüstern leise.
Ein Singen klingt vom Himmelszelt:
Gotteslob in feinster Weise.

Gelb erscheint mir meine Sonne,
die mir freundlich froh will scheinen.
Möcht mich freuen, ach, voll Wonne,
da hör ich ein Kindlein weinen.

© Gilbert 2009








Frühlingssinfonie (Sonett)

Die Farbe soll uns tristes Grau bekränzen,
vom zarten Blau bis hin zum satten Rote.
In allen Farben malt der Frühlingsbote,
wir sehen zu - den Bienen bei den Tänzen.

Und alles dränget wieder hin zum Lichte.
Zum Plätschern wird dann auch des Wassers Tosen,
der Morgentau schmückt perlengleich die Rosen,
so mancher schreibt darüber dann Gedichte.

Natur spielt feiernd Frühlingssymphonien,
es suchen und es finden sich die Paare,
von ferne tönen frohe Melodien.

die Last des Winters will nun ganz verklingen,
nur in der Liebe zeiget sich das Wahre,
entlockend Lachen, Freude an den Dingen.

© Gilbert








Ein Traum (Sonett)

Ich sah der Bäume dichtes Laub,
das sehnend sich an Zweigen bäumte,
so säuselnd in mein Herz sich träumte.
Hört Vogelsingen, wie ein Raub.

Mir ward klar, dass ich nun schliefe,
begann zu fliegen und ich schrie.
Ein hübsches Kind rief flehend: Flieh!-
zog mich zärtlich in die Tiefe.

Ein Wunsch verging im zarten Duft
von blauem, dunkelndschwarzem Flieder.
Ich rang vergehend schwer nach Luft.

Dann schwand im Klingen süsser Lieder,
der Sinn für Wahres, bis mich ruft,
was Wachen war - ich fand mich wieder.

© Gilbert



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