Erdachtes

  

 

 

 



Suche nach dem Ideal

Besorgt von Berg zu Berg lass ich das Auge gleiten
nach Tag- und Abendlicht, nach jedem Himmelsstrich;
umsonst durchfliegt mein Blick die unermeßlich Weiten
und schaue: nirgends blüht ein ew´ges Glück für mich.

Still den Durst am Quell, den ich gesucht in Tränen,
so zieht die Hoffnung ein, die Lieb in meine Brust.
Ich seh das Ideal, nach dem sich alle sehnen
und das zu nennen noch kein Sterblicher gewußt.

Der Wind verweht im Herbst das bunte Laub der Eichen,
obwohl der Farben Schmuck dem Tal doch Glanz verlieh.
Ich ward vom Stamm gelöst, wie jene Blätterleichen;
o weht ihr Stürme, weht und blast mich fort wie sie!

Urheberrecht Gilbert 2012








Im Abendschein (Terzett)

Dann und wann träum ich von schönen Frauen.
Sie kommen lieblich lächelnd mir entgegen
und sind unsagbar herrlich anzuschauen.

Sie wandeln dann mit mir auf stillen Wegen.
Sind oft des warmen Abends losgegangen,
wenn leis die bunten Blätter sich bewegen,

ein Duft hernieder fällt, in Nacht und Bangen,
wenn längs des Pfades, des trauten, des dunkeln,
im Abendlicht die stillen Weiher prangen.

Dann ist es schön, das Küssen und das Munkeln...

Urherberrecht Gilbert 2012






Abendglück

Herbstlich die Welt in Farben träumt,
fühlt des Windes zarte Flügel.
Schatten wirft der Baum am Hügel,
vom Wolkenheere schwarz umsäumt.

Ein Abendglück voll Ruh und Wein,
Töne der Gitarren rinnen.
Zu der trauten Lampe drinnen
kehr ich wie im Traume ein.

Die Sinne werden mählich müd,
langsam auch die Augenlider.
Lege mich zum Schlafe nieder,
hör noch der Nachtigallen Lied.

Urheberrecht Gilbert 2012










Abschiedsgefühl


Sitze im letzten Abendschein und seh die Blätter schweben,
vermisse jetzt der Vögel Sang und warmen Sonnenschein.
Der bunte Herbst läßt uns allein, dahin ist alles Weben,
kahle Flur umgibt mich ganz, fühl mich alt und sehr allein.

Um mich ein Kommen und ein Gehen, in steter Wiederkehr,
der Schnee wird niederfallen, schenkt uns die Winterfreuden.
Die Stürme brausen um das Haus und jagen das Wolkenheer.
Denk nicht an Vergangenes, will keine Kraft vergeuden.

©  Gilbert 2012






Impromptu

Der Wind trägt Töne in mein Herz,
welche mich so tief beglücken.
Sind voller Freude und auch Schmerz,
Tränen rinnen in Entzücken.

Mal sind sie plätschernd, fein und zart,
dann wieder stark und zornesvoll.
Ich fließ dahin und darum ward
der Abend schön in Dur und Moll.

Rein und froh ist all mein Sinnen,
die Augen blicken in die Ferne.
Und in tiefster Ferne drinnen
brennt nun alles Licht der Sterne.

Urheberrecht Gilbert 2012






Im Nebelmeer

Ein dichter Nebel trübt den Blick,
halt Ausschau nach vergangnen Spuren.
Das Wegesuchen braucht Geschick,
ohn Licht, ohn Finden der Konturen.

Das Graue freut nicht, ängstigt mich,
denn oft schon fand es reiche Beute.
Der Einheitsbrei ist hinderlich
für junge und auch alte Leute.

Da drängt sich durch, wie Schemen bloß,
ein Dunkles durch die Nebelschwaden.
Erkenn ein Hüttchen, nicht sehr groß,
es reicht, um Sorgen abzuladen.

Urheberrecht Gilbert 20012








Kraft des Schweigens

Große Kraft liegt stets im Schweigen,
es sagt viel mehr als jedes Wort.
Sollt sich mal das Unglück zeigen,
stehst du allein an jedem Ort.

Wir sprechen dann durch das Gefühl,
das uns doch tief ergreifen will.
Wohl meiden wir das Stadtgewühl,
und merken bald, in uns wirds still.

Doch manchmal brauchst du das Gespräch,
weil Einsamkeit dich übermannt.
Machst dich zum Andren auf den Weg,
der dich erwartet, unerkannt.

Urheberrecht Gilbert 2012








Winterspaziergang

Ein Stückchen Blau, das konnt mich heut entzücken,
ansonsten Wolken bis zum Firmament.
Für kurze Zeit tat mich die Sonn beglücken,
dann fiel der Schnee, wie mans vom Winter kennt.

Doch schau, nichts konnte mir den Tag verdrießen,
ging weit hinaus, genoß die Winterluft.
Schneeglöchen? Nein, die taten mir nicht sprießen,
ich wurd ganz froh vom würzgen Tannenduft.

Nicht rührte mich die Hast der vielen Leute,
die ohne Ruh nach den Geschenken faßten.
Meine Gedanken gingen zur Weiihnacht heute,
einfach still und ohne Müh und Hasten.

Urheberrecht Gilbert 2012

 

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