Einkehr




 



Kinderträume

Die Mutter erzählte den Kindern im Park
vom hehren Palast und dem Fürsten.
Von zahlreichen Knechten und Rittern so stark:
die Kinder begannen zu dürsten.

Sie waren gebannt und so voller Begehr
und gaben sich hin ihren Träumen.
Von goldenen Stühlen und Truhen so schwer,
von Menschen in lichteren Räumen.

Aber eines der Kinder wandte sich ab,
ein stilles und irgendwie bleicher.
Es ging leis hinaus und die Treppe hinab
und sprach: Meine Träume sind reicher.

© Gilbert 2006









Im Abendschein vergeht das Leuchten

Im Abendschein vergeht das Leuchten,
das mir im Lauf des Tages scheint.
Und voller Trauer will mir deuchten
dass Mancher stille sitzt und weint.

Wenn jene grauen Nebel ziehen,
hüllen sie meine Seele ein,
und alles Glück will mir entfliehen,
so fühl ich mich verarmt und klein.

Das Schicksal nur kann mich befreien
aus dieser Kälte, Qual und Not,
damit ich nicht erlieg dem Tod.

Könnte dann wieder Hoffnung fassen,
erneut mich diesem Leben weihn
ünd liebend wieder glücklich sein.

© Gilbert 2006










Bettina

Ihr lichter Charme hat mir das Herz geweitet,
es wollte weit zu blauen Himmeln ziehen
In solcher Form ist Poesie gebunden,
niemals wird sie in schönrer Form gefunden.

Aus deinem Herzen klingen uns die Lieder,
beweget so tief mich der Gitarre Ton.
Bin ich traurig, dann höre ich sie wieder
und zärtlich getröstet ruht die Seele schon.


Der Engel Schar läßt sich beseligt nieder,
befreiet nun endlich mich von aller Fron.
Ein neues Hoffen wird in mir geboren,
wie´s nur in lichten Höhen wird erkoren.

© by Gilbert 2006








Landschaft am Abend

Am Abend laufen Jogger durch den Hain,
ihre flinken Schritte zeichnen das Gestein.
Der feuchte Atem streift die Blätter kalt,
kein Tier jetzt über diese Wege wallt.

Jener Strauch, von Blüten übergossen,
ist ihnen für immer doch verschlossen.
aus der Ferne hör ich Hunde bellen
und im Graben flüstern leise Wellen.

Dunkler Teich nur trägt der Bäume Schatten,
Ginster drängt sich durch der Zäune Latten
und der Fuchs beäugt mich voller List.

Ein zarter Hauch geht über Wald und Feld,
zur nahen Nacht hat sich der Mond gesellt
und ich fühl, dass endlich Frieden ist.

© by Gilbert 2006








Zeit der Träume

Zeit des Schlafens, Zeit der Träume,
die dich mondscheinhaft beglücken.
Leichtes Sternlicht fällt in Räume,
will dich leis und zart entzücken.

Ein sanfter Hauch nur wehet sacht
hin zu dir aus lauen Lüften.
Still schwanken Blüten in der Nacht,
neig mich hin zu ihren Düften.

Nichts ertönt mehr in
derStille,
nur leises Atmen
der Natur.
Wirkend nur des Höchsten Wille,
lächelnd hält die Zeitenuhr.

Hab die ganze Welt vergessen,
das Schwärmen hat mich nicht gereut.
Hätt ich´s Dunkel nicht besessen,
ich wüsst nicht, was am Licht mich freut.

 © by Gilbert 2005









Blätter

Im Licht der Sonne fallen Blätter
schwebend leicht zur Erde nieder.
Da naht kein Helfer und kein Retter,
was da war, es kehrt nicht wieder.

Sie blüten grün für lange Zeiten,
erfreuten vieler Menschen Herz.
Nun müssen sie dem Winter weichen
und ich empfinde großen Schmerz.

So bunt und zart an ihren Zweigen,
leis lispelnd und so wunderschön,
belebten sie der Schöpfung Reigen:
Nun heißt´s verwehen und vergehn.

Doch auch, wenn sie zu Humus werden,
verleihn sie Schöpfung einen Sinn.
schenken Saft und Kraft der Erden,
bis sie dann wieder Blätter sind.

© by Gilbert 2006










Novembertage (Stanze)
 
November läßt das lange Jahr sich neigen;
die Wärme, die uns freute, geht nun wieder
zurück in Feuers Schoß so leis. Es schweigen,
die sie entbrannt, nun schon in Traumes Lieder.
Das Lieben geht und kalt nur fällt aus Zweigen
das welke Laub, der Blüten Pracht sinkt nieder.
Mein Herz ,es stirbt, und alles ist geschlossen,
worin sich Freud und Friede frei erschlossen.
 
Ein kalter Reif  legt sich auf Baum und Blätter;
das Bunte, das uns lebte, bewegt sich fort
zurück in Ursprungs Hain so still. Und Retter,
die treuen, gehen nun hin an Hades Ort.
Das Licht wird grau, vom Himmel fällt nicht netter
der Nebel. Was einst Blau, schwindet nun von Bord.
Die Seel, sie weint, möcht alles nun vergessen,
was ist, was war und was sie hat besessen.
 
 © Gilbert 2006 









Weihnachtsliebe

Ganz still steh ich und seh dich unter Kerzen,
dort allein, im dunklen Tannengrün.
Dein Anblick, ja, er brennt mir noch im Herzen,
ich dacht´, du kannst jetzt nicht vorüberziehn.

So schön bist du und funkelnd brennt die Liebe
in deinen Augen, heiss und ewig weit.
Erweckt mir tiefe, ungeahnte Triebe,
läßt mich vergessen fast die Weihnachtszeit...

da jene Liebe, ganz hehr die Welt erfüllt,
freudig sich des Nächsten Herz verbindet.
Bist du es, die selig mein Verlangen stillt,
innig meiner Seele Gründe findet.

©
Gilbert 2006



 

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